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PVC-Kabel im Brandfall
Konventionelle PVC-Compounds für Kabelummantelungen und Isolierungen haben bereits gute brandhemmende Eigenschaften durch ihren Halogengehalt und den hohen Anteil an Füllstoffen. Grundsätzlich gilt, dass PVC schwer entflammbar ist und von selbst erlischt, wenn die äußere Brandquelle entfernt wird. Flammhemmende und halogenbindende Zusatzstoffe dienen in speziellen Anwendungen dem Ziel eines erhöhten Brandschutzes. Darüber hinaus kann die Beschichtung der Kabel mit Dämmschichtbildnern eine Brandweiterleitung erheblich verringern. Um ähnliches verbessertes Brandverhalten zu erreichen, benötigt man bei PVC nur etwa ein Drittel der bei anderen Materialien notwendigen Additive.
Weitergehende Forderungen nach geringerer Säureemission und verminderter Rauchabgabe im Brandfall können durch neu entwickelte Compounds mit speziellen Füllstoffen erreicht werden. Die akute Toxizität der Brandgase der verschiedenen Kabelwerkstoffe unterscheidet sich nicht wesentlich, da die größte Gefahr immer von Kohlenmonoxid ausgeht.
Für dünnwandige Kraftfahrzeugleitungen, die im Motorraum hohen Umgebungstemperaturen und dem Angriff von Ölen und Kraftstoff ausgesetzt sind, stehen Compounds auf Basis spezieller Weichmacher und auch vernetzbare PVC-Compounds zur Verfügung.
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