Recycling
Das von Solvay entwickelte Lösemittelverfahren "Vinyloop" ermöglicht die Rückgewinnung hochwertigen PVC-Compounds aus Verbundprodukten, das für die Trennung von Trägermaterial und PVC-Beschichtung notwendig ist. Seit 2002 werden auf diese Weise in Italien gebrauchte Kabel rezykliert. In Zusammenarbeit mit dem französischen Planenhersteller Ferrari wurde das Vinyloop-Verfahren für PVC-beschichtete Gewebe adaptiert: Das "Texyloop" genannte Verfahren wurde 2006 in einer Pilotanlage in Frankreich umgesetzt. Seit 2003 wurden dafür über 1.000 Tonnen gebrauchte PVC/PES-Gewebe gesammelt. Details dazu sind im Internet unter www.texyloop.com zu finden.

Thermische Verwertung
Neben mechanischen Recyclingtechnologien ist für PVC-Planen die thermische Verwertung der ökoeffiziente Weg. Moderne Müllverbrennungsanlagen nutzen den energetischen Inhalt des Kunststoffes zur Gewinnung von Wärme und/oder Elektrizität. Moderne Anlagen entfernen die aus PVC und anderen Chlorquellen (vor allem Lebensmitteln) entstehende Salzsäure problemlos aus den Rauchgasen. Einige dieser Anlagen wie z.B. die MV-Rugenberger Damm in Hamburg können Salzsäure in hoher Reinheit/bester Qualität zurückgewinnen und verkaufen. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass PVC in der Müllverbrennung keinen betriebswirtschaftlich bedeutenden Kostenfaktor darstellt und keine nennenswerten Belastungen verursacht.

Entsorgung
Sollten PVC-beschichtete Gewebe trotz funktionierender Verwertungssysteme auf die Deponie gelangen, verursachen sie keine Umweltprobleme. PVC zersetzt sich auf Mülldeponien nicht; die geringen, aus PVC-Produkten manchmal austretenden Mengen an Weichmachern und anderen Inhaltsstoffen werden von Wissenschaftlern als nicht umweltrelevant eingestuft.

Neue Initiativen
Die Hersteller von PVC-beschichteten Geweben arbeiten im Rahmen des europäischen Projektes EPCOAT zusammen mit Abfallmanagementunternehmen am Aufbau von Sammelsystemen für gebrauchte PVC-Planen. Unterstützt wird diese Initiative von "Vinyl 2010", einem 10-Jahres-Nachhaltigkeitsprogramm, zu dem sich die Vertreter der europäischen PVC-Branche freiwillig verpflichtet haben. "Vinyl 2010" kofinanziert auch die Umsetzung der Recyclingtechnologie Vinyloop und verschiedene Pilot-Projekte zum rohstofflichen Recycling, bei denen Alt-PVC chemisch aufgespalten wird, um Salzsäure und Kohlenwasserstoffe zur neuerlichen Nutzung zurückzugewinnen. Für diese Recyclingprojekte wurden u.a. auch 150 Tonnen Planenabfälle aus Österreich zur Verfügung gestellt. In einem weiteren österrreichischen Projekt werden gebrauchte PVC-Planen geschreddert und zu Bodenplatten verarbeitet.
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Links

API PVC- und Umweltberatung

EPCOAT Projektzentrale

Recycling-Projekt "Texyloop"

Arbeitskreis Textile Architektur
     
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